Kriseninterventionsdienst

Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV-B)

Plötzliche Todesfälle, schwere Unfälle oder andere einschneidende Ereignisse können Menschen innerhalb weniger Minuten aus dem Gleichgewicht bringen. Die psychosoziale Notfallversorgung steht Betroffenen in diesen Momenten zur Seite – unmittelbar, menschlich und professionell. Dieses Angebot ist ein wichtiger Bestandteil der Notfallhilfe und wird wesentlich durch gesellschaftliches Engagement und Spenden ermöglicht.

Was bedeutet psychosoziale Notfallversorgung?

 

Psychosoziale Notfallversorgung bezeichnet kurzfristige, gezielte Hilfsangebote für Menschen, die infolge eines plötzlich eintretenden oder außergewöhnlich belastenden Ereignisses psychisch stark beansprucht oder überfordert sind. Solche Ereignisse können das gewohnte Sicherheitsgefühl erschüttern und innerhalb kurzer Zeit zu emotionaler Überforderung, Orientierungslosigkeit oder Hilflosigkeit führen.

Die psychosoziale Notfallversorgung ist ein fester Bestandteil der organisierten Notfallhilfe. Sie ergänzt medizinische, rettungsdienstliche und polizeiliche Maßnahmen um eine wichtige seelische Unterstützung. Während körperliche Verletzungen versorgt und organisatorische Abläufe sichergestellt werden, richtet sich die psychosoziale Hilfe gezielt auf die emotionale Situation der Betroffenen.

Die Unterstützung setzt frühzeitig an und konzentriert sich auf die akute Phase unmittelbar nach dem Ereignis. Ziel ist es, Betroffene in dieser Ausnahmesituation zu stabilisieren, Orientierung zu geben und erste Entlastung zu ermöglichen. 

  

Hilfe ermöglichen - Krisenintervention unterstützen

Um dieses wichtige Angebot dauerhaft sicherzustellen, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Spenden tragen dazu bei, Einsatzbereitschaft, Ausbildung und fachliche Begleitung der Einsatzkräfte zu ermöglichen. So wird gewährleistet, dass Betroffene auch künftig zeitnah und professionell unterstützt werden können.

Neben finanzieller Unterstützung besteht die Möglichkeit, sich ehrenamtlich zu engagieren. Ehrenamtliche leisten einen wertvollen Beitrag, indem sie nach entsprechender Qualifizierung Menschen in akuten Krisensituationen begleiten und ihnen Halt und Orientierung geben.

Ob durch eine Spende oder durch persönliches Engagement: Jede Form der Unterstützung hilft dabei, Menschen in schwierigen Momenten nicht allein zu lassen und die psychosoziale Notfallversorgung nachhaltig zu stärken.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Die Alarmierung des Kriseninterventionsteams erfolgt ausnahmslos über die Integrierte Leitstelle.

In den schwersten Momenten stehen unsere Ehrenamtlichen den Betroffenen dann mit Empathie und Zeit zur Seite.

Eine psychosoziale Krisenintervention kommt unter anderem zum Einsatz bei:

  • plötzlichem Tod eines nahestehenden Menschen
  • schweren Unfällen oder medizinischen Notfällen
  • Überbringen von Todesnachrichten
  • Gewalterfahrungen oder bedrohlichen Situationen
  • außergewöhnlichen Belastungen im häuslichen Umfeld

Solche Ereignisse betreffen Menschen aller Altersgruppen – unabhängig von Lebenssituation oder sozialem Hintergrund.

Wir sind für Sie da