
Ehrung für Bürgerschaftliches Engagement unser Ehrenamtlichen Johanna Laux
Seit mehr als drei Jahrzehnten engagiert sich Johanna Laux im Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Dillingen-Donau-Ries e.V.. Für ihr langjähriges Wirken wurde sie vom "Der Paritätische Bayern" in der Kategorie „Lebenswerk“ ausgezeichnet.
Johanna Laux kam über ihren Bruder, einen damaligen Stadtrat in Wertingen, zunächst als Beisitzerin im Vorstand zum ASB, später als zweite Vorsitzende. Seit vielen Jahren engagiert sie sich mit großem Einsatz für den Regionalverband. In den damaligen, sehr bewegten Zeiten wurde beim ASB die erste Kita eröffnet. Auch das Mehrgenerationenhaus unter der Trägerschaft des ASB entstand – ein Leuchtturmprojekt mit großer Strahlkraft, das sogar von der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen persönlich eröffnet wurde.
Viele der Angebote, die den ASB in Wertingen heute ausmachen, wurden von Johanna Laux initiiert und geleitet. Dazu zählen unter anderem der Stricktreff im Mehrgenerationenhaus, das Büchertauschregal oder die Weihnachtsbetreuung für Kinder. Besonders prägend ist jedoch ihr Engagement in der Kleiderkammer.
Die Kleiderkammer in Wertingen
Die Kleiderkammer entstand ursprünglich im Jahr 1998 während des Kosovo-Krieges. Im Laufe der Zeit übernahm Johanna Laux zunehmend Verantwortung für diesen Bereich. Sie entschloss sich, der Kleiderkammer einen Imagewandel zu geben und entwickelte sie Schritt für Schritt weiter.
Die Einrichtung wurde modernisiert und stärker wie ein Second-Hand-Laden organisiert. Durch die steigende Bedeutung nachhaltigen Konsums – insbesondere bei jüngeren Menschen – erhielt die Kleiderkammer zusätzlichen Rückenwind und entwickelte sich zu einer beliebten Adresse für bewussten Einkauf.
Heute leitet Johanna Laux ein Team von 16 Ehrenamtlichen. Gemeinsam kümmern sie sich um die Annahme, Sortierung und Ausgabe der Kleidung. An den Öffnungstagen sorgen sie dafür, dass die gespendeten Stücke sorgfältig aufbereitet und für sehr wenig Geld weitergegeben werden. Auch neue Engagierte gewinnt sie regelmäßig – häufig über persönliche Kontakte oder über Berichte in der Lokalpresse.
„Im Ehrenamt trifft man viele Menschen,
denen man so nicht begegnen würde.
Das erweitert den eigenen Horizont,
man dreht sich nicht nur um sich selbst und bekommt
ein viel besseres Verständnis für die Lebenswelt anderer.“
Immer wieder entstehen dabei besondere Begegnungen. So berichtet Johanna Laux von einer jungen Muslimin, die zunächst Kundin der Kleiderkammer war und sich später selbst engagierte – trotz großer Sprachbarrieren. „So wird Integration gelebt“, sagt Laux. Entscheidend sei das gemeinsame Miteinander.
Engagement, das verbindet
„Heute haben wir wieder etwas geschafft“, denkt Johanna Laux häufig, wenn sie nach einem Einsatz in der Kleiderkammer nach Hause geht. Eine Haltung, die zeigt, wie viel Motivation aus ehrenamtlichem Engagement entstehen kann.
